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Historische Bilder    Eisatzbericht von 1942


Als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Bischmisheim gilt der
28.04.1908.
An diesem Tag unterzeichneten Vertreter der damals selbstständigen Gemeinden Bischmisheim, Brebach,
Scheidt, Güdingen, Bübingen, Fechingen und Bliesransbach die Satzung der

"Freiwilligen Feuerwehr der
Bürgermeisterei Bischmisheim zu Brebach".


Für die Gemeinde Bischmisheim tat dies der vierunddreißig Jahre alte Metzgermeister und Brandmeister
Emil Schmeer. Ab diesem Zeitpunkt gibt es nun den Löschzug Bischmisheim in obiger Wehr. Vor diesem Datum
gab es auch schon eine Feuerwehr im Ort, wobei uns leider aus dieser Zeit keine Unterlagen mehr zur Verfügung stehen.
Der Chef des Löschzuges Bischmisheim, Emil Schmeer, der die Wehr bis 1936 führte, begann mit seinen Mannen
die neue Ära mit sehr bescheidenen Mitteln: 1 Leiterwagen mit kleiner Handspritze und 32 Ledereimer.
Noch im Jahr 1908 wurde eine für Pferde- und Handzug eingerichtete große Saug- und Druckspritze beschafft.
Über die Mannschaftsstärke zu Beginn des Löschzuges ist uns nichts bekannt, im Jahr 1914 sind es
41 Mitglieder, von denen 18 einberufen sind. 1936 waren es dann 56 Aktive. Im Zweiten Weltkrieg wurden
dann viele Wehrmänner eingezogen; die Funktion der Feuerwehr wurde mit Hilfe von Jugendlichen der
Hitlerjugend aufrecht gehalten. Von diesen sind heute noch Einige in unserer Alterswehr.
Mit der Gründung der FFW wurde auch eine Feuerwehrkapelle Bischmisheim gebildet, die dann aber in den
ersten Jahren des Zweiten Weltkrieges aufgelöst wurde.
Die Ausrüstung wurde immer ein kleines bisschen verbessert: etwa 1936 wurde eine neue Tragkraftspritze
als Ersatz für die alte Saug- und Druckspritze beschafft; 1952 gab es eine gebrauchte Tragkraftspritze und
1953 wurde zum ersten Mal ein Feuerwehrauto (LF 8) nach Bischmisheim gebracht.
1962 wurden dann ein neuer LF 8 von Magirus und 1963 eine neue Tragkraftspritze beschafft.
1964 gibt es dann neben einem Sprungtuch erstmals 2 Preßluftatmer.
1965 wird zum 60-jährigen Bestehen (!) in einem großen Festzelt gemeinsam mit dem Obst- und
Gartenbauverein gefeiert. Hier mussten die Wehrmänner durch Mittelvorlage bürgen, damit das Fest genehmigt wurde.
1967 kauft der Löschzug aus eigenen Mitteln eine Ford Transit und baut in zum Mannschaftstransportwagen (MTW) um.
Aus 1972 ist uns die Ausstattung bekannt: 1 LF8 mit Vorbaupumpe, 1 MTW, 1 Sirenen- anhänger, 1 Tragkraftspritze,
1 Wasserstrahlpumpe, 1 Mittelschaumgerät, 1 Sprungtuch, 1 Einmann-Motorsäge, 2 Handscheinwerfer, 2 Handfunkgeräte,
1 Funkgerät Telecar TS, 600 m B-Schlauch, 390 m C-Schlauch, 9 Saugschläuche a 1m .
1974 wurde im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinde Bischmisheim in ein Stadtteil der Stadt Saarbrücken überführt.
Somit wurde auch die "Freiwillige Feuerwehr Bischmisheim " in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Saarbrücken
übernommen und wir sind nun der Löschbezirk 21 im Abschnitt Ost.
Seit 30 Jahren sind wir nun Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr der Landeshauptstadt Saarbrücken und können
alle Vorteile einer derart großen freiwilligen Wehr in Zusammen- arbeit mit der Berufsfeuerwehr Saarbrücken
ausnutzen; müssen natürlich auch die Nachteile in Kauf nehmen.
Mittlerweile sind wir ein kleiner aber feiner Löschbezirk, der seine Aufgaben zu meistern weis.


Wir bedanken uns für das Zusammentragen der Informationen bei: Klaus Schulz

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